Südtirol

Comunità comprensoriali Alto Adige

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Südtirol das amtlich Autonome Provinz Bozen – Südtirol (it: Provincia Autonoma di Bolzano – Alto Adige, lad: Provinzia Autonòma de Balsan/Bulsan – Südtirol) heißt, ist die nördlichste Provinz Italiens. Zusammen mit Trient bildet es die autonome Region Trentino-Südtirol. Der Haupteil der Bevölkerung (etwa zwei Drittel) ist deutschsprachig da das Gebiet bis zum Ende des ersten Weltkrieges zu Österreich (Tirol) gehörte. Ein Viertel spricht Italienisch und ein kleiner, vor allem im Gebiet der Dolomiten Bevölkerungsanteil im Dolomitengebiet spricht Ladinisch. Südtirol ist eine der beliebtesten touristischen Regionen Norditaliens.

 

Die Gebirgsgruppen:

  • Ötztaler Alpen
  • Stubaier Alpen mit dem Ratschingser Tal und dem Ridnauntal
  • Zillertaler Alpen mit dem Pfitschtal und dem Tauferer Ahrntal;
  • Ortleralpen mit der Ortlergruppe, dem Martelltal, Suldental, Ultental, Deutschnonsberg und dem Nonstal;
  • Sarntaler Alpen mit dem Sarntal, das Herz Südtirols;
  • Dolomiten:
  • Westliche Dolomiten mit Naturpark Puez-Geisler, Sellagruppe, Seiser Alm, Rosengarten - Latemar, Villnößtal, Grödner Tal, Eggental, Gadertal und Alta Badia;
  • Östliche Dolomiten mit Fanesgruppe, Pragser Dolomiten und Sextener Dolomiten;
  • Die Täler zwischen den Gebirgsgruppen:
  • Pustertal und Hochpustertal (Südtirol) mit den Seitentälern Tauferer Ahrntal und Gsiesertal, südlich der Zillertaler Alpen und nördlich der Dolomiten;
  • Eisacktal und Wipptal (Südtirol): das Tal des Eisack und Teil der Nord-Süd-Achse;
  • Etschtal mit Vinschgau (Oberlauf der Etsch), Schnalstal und Passeiertal im Westen und Nordwesten Südtirols, nach den Flächenanteilen teilweise identisch mit dem Burggrafenamt, von den Tourismus-Verbänden auch unter dem Begriff Meraner Land vermarktet.
  • Überetsch und Südtiroler Unterland, der Unterlauf der Etsch im Süden;

 

Geschichte

1363 übergab die erbenlose Gräfin von Tirol Margarethe Maultasch dem Habsburger Herzog von Österreich Rudolf IV. die Grafschaft Tirol. Benannt ist diese nach dem Stammsitz der Grafen, dem Schloss Tirol bei Meran.

Im Zuge der napoleonischen Kriege verlor Österreich 1805 Tirol an Bayern. 1809 erhoben sich die Tiroler unter der Führung von Andreas Hofer, einem Wirt aus dem Passeiertal gegen die bayrisch-französischen Truppen. Nach anfänglichen Erfolgen wurde der Aufstand niedergeschlagen und Hofer in Mantua hingerichtet. Nach dem Sturz Napoleons wurde Tirol 1813 wieder an Österreich angeschlossen.

Nach dem Ende des 1. Weltkrieges wurde die südliche Hälfte Tirols, das heutige Südtirol, mit dem Friedensvertrag von Saint Germain der Siegermacht Italien zugesprochen. Die Brennerlinie wurde zur Staatsgrenze erklärt. 1922-1939: Die faschistische Regierung Italiens betreibt eine "Italienisierung" Südtirol. Der Unterricht in deutscher Sprache wird verboten, italienische Ortsnamen eingeführt, große Industriebetriebe werden in Südtirol angesiedelt um italienischen Arbeitern aus dem ganzen Land einen Anreiz bieten zu können. 1939: Hitler und Mussolini stellen die deutschsprachigen Südtiroler vor die Wahl (Option): Ins Deutsche Reich auswandern oder im Land bleiben und auf jede sprachliche und kulturelle Eigenständigkeit verzichten. Der Krieg verhindert die Auswanderung eines Großteils der Bevölkerung. 75.000 wandern aus. Im Mai 1945 wurde Südtirol von den Alliierten besetzt. Am Rande der Pariser Friedenskonferenz wird ein Schutzvertrag für die Interessen der deutschsprachigen Minderheit unterzeichnet. 1948 genehmigt die italienische Nationalversammlung das 1. Autonomiestatut für die Region Trentino-Südtirol. 1960 fordert eine UNO-Resolution eine Ausweitung dieser Autonomie.

1972 tritt das neue Autonomiestatut in Kraft welches der Autonomen Provinz Bozen weitreichende Selbstbestimmungsrechte einräumt.

 

Die Städte

  • Bozen (100.000 Einwohner), ital. Bolzano
  • Meran (34.000 Einwohner), ital. Merano
  • Leifers (20.000 Einwohner), ital. Laives. ursprünglich nur ein Dorf, ist in den letzten Jahrzehnten zur Vorstadt von Bozen herangewachsen.
  • Brixen (15.000 Einwohner), ital. Bressanone
  • Bruneck (12.000 Einwohner), ital. Brunico
  • Sterzing (8.000 Einwohner), ital. Vipiteno
  • Glurns (900 Einwohner), ital. Glorenza, eine der kleinsten Städte Europas mit komplett erhaltener Stadtmauer. Im Grunde ist es nur ein kleines Dorf, aber gerade diese Stadtmauern geben dieser Ortschaft das Recht sich "Stadt" zu nennen.

 

Kleinere, aber touristisch interessante Orte:

  • Eppan an der Weinstraße, ital. Appiano sulla strada del vino
  • Gais
  • Kaltern an der Weinstraße, ital. Caldaro sulla strada del vino
  • Laas, ital. Lasa
  • Luttach, (1.000 Einwohner), ital. Lutago, Ferienort im schönen Ahrntal
  • Mals (4.500 Einwohner), ital. Malles
  • Martell, ital. Martello
  • Mölten, ital. Meltina, Ferienort am Hochplateau zwischen Bozen und Meran
  • Olang, ital. Valdaora
  • Prad, ital. Prato allo Stelvio
  • Reschen am See (2.000 Einwohner), ital. Resia
  • Ritten, ital. Renon,
  • Schlanders (5.400 Einwohner), ital. Silandro, Ferienort im wunderschönen Vinschgau
  • Schenna, ital. Scena
  • Schnals, ital. Senales, im Schnalstal
  • Sulden, ital. Solda
  • Tisens, ital. Tesimo
  • Dorf Tirol, ital. Tirolo

 

 

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