Zugspitze und Wettersteingebirge

Wetterstein pano Suedseite

Wettersteingebirge, Nordseite, Ansicht von Nordosten: linker Teil: Wettersteinspitzen (über Mittenwald), rechter Teil: Alpspitze, Zugspitze (über Garmisch) Bildnachweis: Bbb at wikivoyage shared [CC-BY-SA-1.0], via Wikimedia Commons

Das Wetterstein oder auch Wettersteingebirge mit der Zugspitze gehört zur Nordkette der Kalkalpen und liegt in Bayern und in Tirol.

Geographisch wird das Wetterstein an seiner Südseite mit dem Gaistal von der Mieminger Kette abgegrenzt, an der Ostseite durch das Isartal vom Karwendel, an der Nordseite vom Kankerbach und Kranzbach zum Estergebirge (bayerische Voralpen) und an der Westeite durch das Ehrwalder Becken von den Lechtaler Alpen und von der Loisach zu den Ammergauer Alpen abgegrenzt. Die Abmessungen von West nach Ost betragen rund 23 Kilometer, von Nord nach Süd rund 10 Kilometer. Höchste Stelle ist der Gipfel der Zugspitze (2.962 m), die Basis variiert je nach der Seite zwischen ca. 700 und 1000 m.

In der Alpenvereinseinteilung wird das Wetterstein mit der Mieminger Kette als eine gemeinsame Berggruppe geführt.

Verwaltungstechnisch gehört die oberbayrische Nordseite des Wettersteingebirges zum Werdenfelser Land (Landkreis Garmisch-Partenkirchen). Die Südseite des Wettersteins gehört zu Nordtirol, wobei der westliche Teil mit Ehrwald zum Außerfern, der östliche Teil am Seefelder Plateau zum Tiroler Oberland gehört..

Karstregion Leutascher Platt

Geologisch gehört das Wetterstein zu den Nördlichen Kalkalpen. Der Wettersteinkalk entstand vor rund 240-210 Millionen Jahren als Ablagerung in einem warmen und flachen Meer. Die größten Karstregionen sind das Zugspitzplatt und das Leutascher Platt. Im Gebirge gibt es als Folge der Verwitterung des Kalks zahlreiche Höhlen, alleine im Bereich des Zugspitzplatts sind über siebzig Höhlen bekannt. Eine weitere Folge der Verwitterung des Wettersteinkalks und typisch für das Wetterstein sind auch die vielen Kare mit ihren riesigen Geröll- und Schutthalden im unteren und mittleren Teil der Bergflanken.

 

Regionen

  • Das Wettersteingebirge besteht aus drei Hauptkämmen, die am Zugspitzgipfel im westlichen Teil des Gebirges zusammenlaufen:
  • Der Waxensteinkamm im Nordwesten des Gebirges bei Garmisch verläuft von Nordost nach Südwest zur Zugspitze;
  • Der Blassenkamm verläuft von Nordwest aus Partenkirchen zur Zugspitze;
  • Der Wettersteinkamm (auch: Wetterstein-Hauptkamm) verläuft auf ganzer Breite im Süden des Gebirgszugs und von Osten (Mittenwald und Leutasch) bis nach Westen zur Zugspitze.
  • Zwischen Waxensteinkamm und Blassenkamm liegt das Höllental, zwischen Blassenkamm und Wettersteinkamm liegt das Reintal im zentralen Teil des Gebirges. Das Gaistal markiert den Südrand des Wettersteins.

 

Orte

in Bayern

  • Garmisch-Partenkirchen: 700-800 m; Kurort und internationales Tourismus- und Wintersportzentrum.
  • Grainau: 750 m; Zugspitzdorf und Höhenluftkurort.
  • Mittenwald: 913 m; Luftkurort und Touristenzentrum am Fuße der Westlichen Karwendelspitze.

 

in Tirol

  • Ehrwald: (1000 m); Luftkurort am Fuß der Zugspitze.
  • Lermoos: (1004 m);
  • Leutasch: (1050-1130 m); Berggemeinde am Fuß von Wetterstein und Hoher Munde.

 

Estergebirge Gschwandt

Estergebirge, Alm beim Gschwandtnerbauer: Blick auf Wetterstein mit Alpspitze (li.); Zugspitze mit Höllentalferner und Waxenstein (re.) Bildnachweis: Bbb at wikivoyage shared [GFDL or CC-BY-SA-3.0-2.5-2.0-1.0], via Wikimedia Commons

 

Berge und Gipfel

Viele der Berggipfel im Wetterstein überschreiten die 2000-er Höhenmarke für Hochgebirgsregionen deutlich. Zusammen mit dem felsigen Charakter der Bergflanken führt das dazu, dass es sich bei den Gipfeln des Wettersteins immer mindestens um technisch und konditionell anspruchsvollere Ziele auch für die geübteren Bergwanderer handelt. Bei einigen der markanten Gipfel handelt es sich sogar um anspruchsvolle Kletterziele.

Für Bergwanderer ohne eine besondere hochalpine Erfahrung leicht geeignete Gipfelziele in Form der woanders öfters vertretenen "Grasbuckel" gibt es in den zentralen Teilen des Gebirges überhaupt nicht. Mit der Erschließung des Wettersteins über das gut ausgebaute Wegenetz und mit den Berghütten und Almen gibt es aber auch für die weniger ambitionierten Bergwanderer eine größere Anzahl an landschaftlich hoch attraktiven Wanderungen entlang der Talflanken, auch zu Übergängen in die Nachbartäler und oft mit vielen weiteren touristischen Höhepunkten an diesen Wanderwegen.

Im Folgenden eine Auswahl an wichtigen und für Besucher besonders interessanten Berggipfeln, nach der Höhe sortiert:

 

Zugspitze

Die Zugspitze (2962 m), ist Deutschlands höchste Erhebung, sie liegt im Westen des Gebirges und mit Bergbahnen aus Grainau und aus Ehrwald touristisch gut erschlossen, mehrere Anstiege und Klettersteige führen zum Gipfel mit Aussichtsplattformen, Gastronomie und Berghütten.

Die Zugspitze wird im eigenen Artikel ausführlich behandelt

 

Hochwanner

Der Hochwanner (2.744 m), ist die höchste Erhebung im Wetterstein-Hauptkamm mit einer steilen Felswand zur deutschen Seite über dem Reintal.

Über den Gipfel verläuft die Grenze zwischen Deutschland und Österreich, er wird verschiedentlich als einer der höchsten Berge Deutschlands gezählt. Historisch und nach der Erschließung gehört der Berg aber zu Tirol: Die Almen als die landwirtschaftlich genutzten Flächen liegen ausschließlich auf österreichischem Grund, und auch die Besteigung erfolgt in aller Regel von der Südseite. Erst in der Klettergeschichte nach dem Ersten Weltkrieg wurden erste Route durch die bis dahin unzugänglichen Felswände auf der bayerischen Nordseite erschlossen.

Der Anstieg erfolgt von der Südseite aus dem Gaistal über die Rotmoosalm (1904 m). Der vergleichsweise wenig frequentierte Gipfelanstieg ist nur erfahrenen Bergwanderern zu empfehlen: etwas unterhalb des Gipfels ist eine Rinne zu durchklettern, hier droht auch Steinschlaggefahr durch Voraussteigende. Im anschließenden Restteil der Strecke bis zum Gipfel ist bei Nebel gutes Orientierungsvermögen erforderlich.

 

Alpspitze

Die Alpspitze (2.628 m, 47° 25' 47" N 11° 2' 53" O), ist ein östlicher Nachbar der Zugspitze und einer der Hausberge von Garmisch. Die weit nach Norden sichtbare Pyramidenform mit scharf geschnittenen Kanten macht die Alpspitze zum markantesten Berg im Wetterstein.

Mit den Seilbahnen auf das Kreuzeck (Kreuzeckbahn) und auf den Osterfelderkopf (Alpspitzbahn), das sind zwei kleinere Erhebungen im Norden der Alpspitze, ist diese Almenregion für Wanderer sehr leicht und schnell erreichbar. Das Areal im Norden der Alpspitze ist im Sommer mit Wanderwegen gut erschlossen und entsprechend beliebt, im Winter befindet sich hier das Garmischer Skigebiet Alpspitze. Im Osten der Alpspitze liegt das Grieskar mit dem auf Wanderwegen erreichbaren Stuibensee (1.922 m).

Alpspix ist eine im Juli 2010 eröffnete spektakuläre Aussichtsplattform am Osterfelderkopf: es handelt sich um zwei bis zu drei Meter breite und dreizehn Meter auskragende, übereinander angeordnet und im Grundriss gekreuzte Gitterroststege mit Ausblick auf die Zugspitze und 1.000 Meter Tiefblick in das Höllental. Lage der Alpspix: unmittelbar oberhalb der Bergstation der Alpspitzbahn auf den Osterfelderkopf, Zugang frei.

Es gibt mehrere Anstiege und von allen Seiten auf den Gipfel der Alpspitze, für die Besteigung der Alpspitze ist Trittsicherheit und Schwindelfreiheit notwendig, der am einfachsten zu erreichende Startpunkt ist die Bergstation der Seilbahn auf den Osterfelderkopf (Alpspitzbahn, 2.033 m, 47° 26' 21" N 11° 3' 4" O).

 

Klettersteige

Alpspitz-Ferrata, Einstieg

Bekanntester Anstieg ist die vielbegegangene Alpspitz-Ferrata durch die Nordwand und im oben Teil über den Nordgrat. Es handelt sich um einen durchgehend einfachen alpinen Klettersteig (A/B und A) mit nur kurzen mittelschwierigen Passagen (B). Die Alpspitz-Ferrata gilt als "überversicherter" Klettersteig: bei den Leitersprossen und Stiften wurde sehr viel Eisen verbaut, der Klettersteig empfiehlt sich daher besonders für Klettersteiganfänger und bedingt auch für ältere geübte Kinder mit ausreichender Kondition. Ein Helm zum Schutz vor Steinschlag ist erforderlich, routinierte Klettersteiggänger sind gelegentlich auch ohne Klettersteigset unterwegs.

Zustieg zum Einstieg des Klettersteigs (47° 26' 4" N 11° 3' 1" O) in gut 15 Minuten von der Bergstation der Seilbahn auf den Osterfelderkopf, Zeit für den Klettersteig bis zum Gipfel der Alpspitze ca. zwei Stunden für ca. 650 mH Anstieg. Üblich ist der Durchstieg in der genannten Richtung, wer die Alpspitz-Ferrata auch wieder absteigt, muß mit mehr Gegenverkehr rechnen.

Der Anstieg über den Ostgrat hat im unteren Teil ebenfalls mehrere mit einem Stahlseil versicherte klettersteigähnliche Passagen. Im oberen Teil verläuft der Anstieg der Ostseite überwiegend auf Felsen und dem steilem Geröll und Schutt der Ostflanke. Die Route am Ostgrat wird überwiegend als die Abstiegsroute verwendet. Rückkehr dann über den Nordwandsteig (stellenweise etwas steinschlaggefährdet) zurück zum Osterfelderkopf in ca. 2,5 Stunden.

Der Anstieg oder Abstieg auf dem Südwestgrat beginnt bzw. endet an der Grießkarscharte (2.465 m, 47° 25' 35" N 11° 2' 29" O), das ist der Übergang vom Grieskar zum Matheisenkar, der Südwestgrat hat ebenfalls mehrere mit einem Stahlseil versicherte klettersteigähnliche Passagen aufzuweisen. Der Südwestgrat wird auch als Teil des Abstiegs vom Jubiläumsgrats und vom Hochblassen verwendet. Der weitere Abstieg von der Grießkarscharte durch das Matheisenkar hinab bis in das Höllental und bis zur Höllentalangerhütte ist möglich, die Route ist aber äußerst lang (ca. 1.380 mH) und kräftezehrend mit starkem Knieverschleiß weil sehr steil.

 

 

Bernadeinkopf von Süden (Normalweg)

Einkehrmöglichkeit vor dem Einstieg der Alpspitzferrata ist das Restaurant Alpspitze an der Bergstation am Osterfelderkopf. Unterkunft ist im Kreuzeckhaus (1.652 m) möglich, weitere Einkehrmöglichkeit ist die Hochalm (1.705 m).

Der Bernadeinkopf ist ein Vorgipfel nördlich der Alpspitze und östlich vom Osterfelderkopf, der mit einer Wanderung vom Osterfelderkopf aus und mit einem kurzen Anstieg leicht zugänglich ist.

Der Mauerläufersteig (Klettersteig Bernadeinkopf) ist ein 2009 neu eröffneter Sportklettersteig. Die technisch äußerst anspruchsvolle Tour mit 400 Metern Stahlseil und Flying Fox gilt als einer der schwersten Klettersteige Deutschlands, wenn nicht als der derzeit schwerste überhaupt (Stellen D/E, sehr oft D). Der Klettersteig führt steil durch die Bernadeiennordwand auf den Bernadeienkopf und dauert ca. 2,5 - 3,0 Stunden bei gut vier Stunden für die Tour insgesamt.

 

Partenkirchner Dreitorspitze

Die Partenkirchner Dreitorspitze (2634 m) ist der höchste deutsche Gipfel im Osttteil des Wettersteins.

Der Zustieg erfolgt aus Garmisch über den Schachen und in der Regel mit Übernachtung in der Meilerhütte. Hier startet dann der Hermann-von-Barth Weg, der in ca. 1 1/2 Std. als ein leichter Klettersteig zum Gipfel führt. Abstieg wie Aufstieg.

 

Obere Wettersteinspitze

Die Obere Wettersteinspitze (2297 m, 47° 25' 36" N 11° 11' 20" O) ist ein steiler Aussichtsberg und liegt ganz im Osten des Wettersteinkamms. Die Obere Wettersteinspitze ist auch der einzige für den "normalen Bergwanderer" zugängliche Gipfel im östlichsten Teil des Wettersteinkamms, für die benachbarten Gipfel ist echtes Klettern erforderlich, bereits der Gratübergang zur westlich benachbarten Rotplattenspitze (2.399 m) verlangt stellenweise den III. Schwierigkeitsgrad im Klettern.

Wegen des anstrengenden und auch anspruchsvollen Zustiegs ist der Gipfel der Oberen Wettersteinspitze nicht so häufig besucht, dafür belohnt er aber mit einer weiten Aussicht zu allen Seiten in das Tal der oberen Isar, nach Leutasch und bis zur Zugspitze. Der Gipfel ist ein Grenzgipfel zwischen Bayern und Tirol.

Für den langen Anstieg aus Mittenwald (912 m, Wanderparkplatz zum Lautersee) ist Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich. Die Route führt zunächst fast eben im Talboden (Laintal) auf einem Fahrweg am Ferchensee und auch am Lautersee vorbei, dann zweigt der beschilderte Anstieg zur Oberen Wettersteinspitze nach Süden ab. Im unteren Teil führt die Route in vielen Kehren durch ein landschaftlich hoch attraktives Kar mit viel mühseligem Schutt und Geröll zum Gamsanger (ca. 1.900 m). Ab hier beginnt das mit Stahlseil versicherte klettersteigähnliche Teilstück zum Gipfel (Stellen I, eventuell Helm). Gesamte Zustiegszeit zum Gipfel ca. vier Stunden und mehr, überwiegend auf der schattigeren Nordseite, aber nur im unteren Teil im Bergwald. Bei Nässe kann der Anstieg unangenehm und auch gefährlich schmierig sein.

Abstieg wie Aufstieg, der Ferchensee und der Lautersee sind dann gleich zwei hervorragende Bademöglichkeiten und auch mit der Möglichkeit zur Einkehr, was bei dieser Tour unbedingt mit eingeplant werden sollten. Tagsüber verkehrt von beiden Seen auch ein Badebus in den Ortskern von Mittenwald, was den Rückweg doch erheblich verkürzt.

 

Gehrenspitze

Im östlichen Teil und über dem Tal von Leutasch gelegen,

 

Große Arnspitze

Die Große Arnspitze (2.196 m, 47° 23' 50" N 11° 13' 35" O), ist der höchste Gipfel in der Arnspitzgruppe, einer vereinzelt südöstlich vom Wettersteingebirge stehenden Gebirgsgruppe mit markant schroffen Felsgipfeln (Arnplattenspitze, 2171 m, Mittlere Arnspitze, 2091 m, Große Arnspitze, 2196 m), die durch das Tal der Leutascher Ache abgetrennt, aber noch zum Wetterstein hinzu gezählt wird. Der Gipfel der Großen Arnspitze ist Grenzgipfel zwischen Bayern und Tirol.

Das Naturschutzgebiet Arnspitze als eine weitgehend unberührte Naturlandschaft wurde 1942 ausgewiesen, ist 10,8 km² groß und liegt überwiegend in Tirol und in Teilen auch in Bayern. Es umfasst montane, subalpine und alpine Regionen ab 1000 m bis auf 2196 m Höhe. Im Naturschutzgebiet gibt es eine hohe Biotopvielfalt und als Zeichen der eiszeitlichen Vergletscherung Moränen und Gletscherschliffe. Wer im Bergfrühjahr zur richtigen Jahreszeit kommt kann Enzianblüte (Blauer- und Gelber-), Almrauschblüte und den Flug des Apollofalters gleichzeitig beobachten.

Der Zustieg zur Großen Ahrnspitze ist in zwei nicht zu schweren Varianten möglich:

Zustieg aus Leutasch: fast unmittelbar am Gasthof Mühle (ca. 1020 m, 47° 25' 12" N 11° 13' 35" O) zweigt vom Bach ein steiler Steig nach Südosten ab und führt kehrenreich und im Wald sonnengeschützt durch das Schartental bis zur Riedbergscharte (1.449 m), hier vereint sich der Anstieg mit einem längeren Anstieg aus Mittenwald. Von der Riedbergscharte geht es nach Süden auf einen Kamm, dann unter den Achterköpfen vorbei und in einer Querung durch eine steile Flanke bis zur Arnspitzhütte.

 

GrAhrnspitze Querung 2013-07

Große Arnspitze: Querung unterhalb des Gipfels der Großen Arnspitze zur Arnspitzhütte (ganz links), Bildnachweis: By Bbb-Commons (Own work) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

 

Der Gipfelanstieg ab der Arnspitzhütte

Zustieg aus Scharnitz (960 m, Isarbrücke, 47° 23' 48" N 11° 15' 59" O), vom nördlichen Ortsrand und durch Bergwald und Latschenfelder steil zur Arnspitzhütte.

Die Arnspitzhütte (1.930 m), eine unbewartetet ganzjährig offene Notunterkunft, befindet sich südöstlich vom Gipfel und vor dem Gipfelanstieg der Großen Arnspitze, hier laufen beide Anstiege zusammen.

Ab der Arnspitzhütte führt der vereinte Anstieg durch steile Schrofenhänge zum kreuzlosen Hauptgipfel. Trittsicherheit ist hier erforderlich, Schwindelfreiheit schadet sicher nicht. Der Gipfelblick reicht weit nach Norden in das Tal der oberen Isar und nach Süden über das Leutascher Plateau.

Das Gipfelkreuz befindet sich dann auf dem niedrigeren nordöstlichen Nebengipfel, der mit Abzweig kurz vor dem Hauptgifel und nur nach einer kurzen und auch ausgesetzten Kletterei erreichbar wäre, auch die übrigen Gipfel an der Arnspitzgruppe erfordern echtes Klettern.

Für den landschaftlich attraktiveren Anstieg aus Leutasch sind gut vier Stunden und ca. 1.300 mH (einige Gegenanstiege) zu rechnen, aus Scharnitz geht es etwas schneller. Als Abstieg sind beide Zustiegsvarianten möglich, in der Zeit etwas schneller als der Aufstieg. Einkehrmöglichkeiten gibt es unterwegs nicht.

 

Seen und Gewässer 

HoellentalklammBild: Höllentalklamm. Bildnachweis: Bbb at wikivoyage shared [CC-BY-SA-1.0], via Wikimedia Commons

 

Gebirgsseen

  • Stuibensee (1.922 m, 47° 25' 39" N 11° 3' 53" O), einer der höchstgelegenen Gebirgsseen Bayerns und im Norden des Wettersteins am Blassenkamm. Als eine geologische Rarität in einem Karstgebiet am unteren Ausgang des Grieskars gelegen. Die Abmessungen betragen je nach Wasserstand ca. 90 x 130 Meter. Einfachster Zustieg vom Osterfelderkopf (Seilbahn) aus. (Info).
  • Schachensee (1.680 m, 47° 25' 26" N 11° 7' 11" O), Abmessungen je nach Wasserstand maximal ca. 140 x 70 Meter, Bergsee unterhalb des Schachens, und zu erreichen über den Zustieg zum Schachen mit Abzweig kurz vor dem Königshaus;
  • Igelseee (1.540 m, 47° 22' 33" N 10° 58' 23" O, auch Negelsee oder Egelsee), im Westen des Gaistals gelegen und der Quellsee der Leutascher Ache. Der Igelsee kann in regenarmen Sommermonaten auch schon mal komplett austrocknen. Einfachster Zustieg von der Bergstation des Skigebiets Ehrwalder Almbahn.
  • Der Eibsee (973 m, 47° 27' 24" N 10° 58' 26" O), am nordwestlichen Gebirgsrand bei Grainau gelegen und mit der Talstation für die Bahnen von der Bayerischen Seite zur Zugspitze ist der größte See in der Region.
  • Bei Mittenwald und am nordöstlichen Gebirgsrand befinden sich eine kleine Seenplatte unter anderem mit dem Ferchensee (1.060 m, 47° 26' 17" N 111° 12' 47" O) und dem Lautersee (1.013 m, 47° 26' 16" N 11° 14' 7" O), beide aus Mittenwald mit dem Bus oder auch zu Fuß leicht erreichbar und im Hochsommer beliebte Badegewässer mit Seecafes und Badestrand.
  • Der Weidachsee (1.130 m, 47° 22' 4" N 11° 9' 20" O) ist ein ca. 4,5 ha großer Angelteich der Leutascher Fischer. Er befindet sich beim Weiler Weidach im Talboden von Leutasch am Südostrand des Wettersteins.

  

Leutaschklamm

Die Klamm liegt zwischen Leutasch und Mittenwald. Der Klammweg ist ein im Mai 2006 eröffneter neuer, moderner und leicht begehbarer Stahlsteig, ca. 1 km lang und verläuft bis zu 43 m hoch über der Schlucht der reißenden Leutascher Ache. Die Gehzeit beträgt ca. 1 1/2 Stunden; ganzjährig geöffnet; für Hunde wenig geeignet, da Metallgitterroste;

Zugang: zu Fuß von der Ortsmitte Mittenwald aus in ca. 1/2 Stunde erreichbar; Parkplätze an der Klammbrücke bzw. am alten Zollamt Leutasch;

Partnachklamm

Bereits seit 1912 ist die Partnachklamm erschlossen. Das von der Partnach hier auf 700 m Länge und bis zu 80 m tief in in den Fels eingeschnittene Tal ist dank angelegter Stege, Galerien und Tunnel leicht und ohne Stufen und Treppen begehbar. Fahrräder und Kinderwagen können jedoch nicht mitgenommen werden. Auch in regenarmen Zeiten ist der Weg nass. Festes Schuhwerk und Regenkleidung ist zweckmäßig, Regenschirme aber eher ungeeignet. Im Winter bilden sich schöne Eisgebilde aus geforenem Wasser. Von der eisernen Klammbrücke hat man einen Tiefblick in die Schlucht.

Die Partnachklamm ist in dem 2002 gestarteten Projekt "Bayerns schönste Geotope" (Bayerisches Landesamt für Umwelt) gelistet.

Parken: Parkplatz am Olympischen Skistadion, ca. 1.5 km zum Eingang (Pferdekutschen);

Öffnungszeiten: Geöffnet von 8.00 bis 18.00 Uhr, im Sommer bis 19 Uhr, November bis April 9.00 bis 17.00 Uhr; Begehung außerhalb der Betriebszeiten auf eigene Gefahr (?)

Eintritt 3,50 € (Juli 12), für Kurgäste 3 €

 

Höllentalklamm

liegt bei Hammersbach/ Grainau; wilde Klamm mit Wasserfällen, Laufstege mit Brücken über die reisende Klamm, Treppen und engen Tunnels;

vom Parkpklatz in Hammersbach (753 m) in ca. 1 1/2 Std. bis zur Eingangshütte (1047 m, bewirtschaftet) am Klammende, in ca. 1 Std. durch die Klamm bis auf 1193 m am Klammanfang; nochmals ca. 1/2 Std. bis zur bewirtschafteten Höllentalangerhütte (1381 m) im Talboden des idyllischen Höllentalangers mit Zugspitzblick; Regenbekleidung hilfreich;

Geöffnet von Ende Mai (je nach Schneelage) bis Oktober; Höllentaleingangshütte: Tel. 08821/ 8895; im Winter wegen akuter Lawinengefahr unzugänglich;

 

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