Transalp (Alpenüberquerung)

Schrofenpass

Der Schrofenpass zwischen Oberstdorf und Warth. Bildnachweis: By Heide-Daniel (Own work) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

 

Als Transalp oder Alpencross wird die Überquerung der Alpen mit einem Fahrrad bezeichnet, besonders mit einem Mountainbike oder Rennrad.

Die wahrscheinlich erste Alpenüberquerung mit dem Mountainbike wurde von dem Bergführer Andi Heckmair 1989 ausgearbeitet, als das Mountainbike gerade seinen Siegeszug anzutreten begann. Der Ausgangspunkt war Oberstdorf, das Ziel Riva am Gardasee. Die nach ihm benannte Heckmair-Route wird noch heute von vielen Mountainbikern nachgefahren. Diverse Anbieter sind mittlerweile kommerziell auf dem Markt.

Die überwundenen Höhenmeter gehen von 3857 bis 20.293. Daneben gibt es auch Wettbewerbe mit dem Rennrad oder für Bergläufer.

Zu Trainingszwecken in der Szene der Langstreckenfahrer (Ultracycling) werden oftmals Alpenüberquerungen innerhalb von 24 Stunden absolviert. Diese werden so geplant, dass innerhalb eines Tages eine Strecke von 250-350 km bei 4000 bis 7000 Höhenmeter erreicht werden.

 

Die Heckmair-Route (Mountainbike-Strecke)

  • Gesamtlänge312 km
  • StartpunktOberstdorf
  • ZielpunktRiva
  • Orte am WegKlosters, Livigno, Bormio, Ponte di Legno
  • Höhendifferenz 13500
  • Schwierigkeitschwer, viele Schiebe- und Tragepassagen
  • Web: Radsport Heckmair

 

Die Heckmair-Route ist eine nicht ausgeschilderte Mountainbike-Strecke von Oberstdorf nach Riva (Gardasee). Aufgrund der hochalpinen Routenführung ist die Strecke nur in den Sommermonaten befahrbar.

 

Geschichte

Die Heckmair-Route wurde 1989 von Andreas Heckmair ausgearbeitet und in der Mountainbike-Zeitschrift Bike veröffentlicht und gilt als erste Alpenüberquerung mit dem Mountainbike. In gerader Linie führt sie, Autostraßen vermeidend, auf alten Saumpfaden quer über die Alpen. Sie überwindet auf einer Strecke von 312 Kilometer eine Höhendifferenz von 13.500 Metern.

Andreas Heckmair ist der Sohn von Anderl Heckmair, welcher die Heckmair-Route (Bergtour) an der Eiger-Nordwand gelegt hat, die nicht mit der Mountainbike-Heckmair-Route zu verwechseln ist.

Tremalzo-street-downhill

Tremalzopass, Südflanke, von oben herabfotografiert. Bildnachweis: By Axel Hammer (BJ Axel) (own work. Courtesy http://www.power-trax.de) [CC-BY-SA-2.5], via Wikimedia Commons 

 

Routenbeschreibung

1. Etappe: Oberstdorf - Freiburger Hütte

  • Länge: 49 Kilometer
  • Höhenmeter: 1.600
  • Strecke: Oberstdorf (820 Meter) – Rappenalptal – Schrofenpass (1.687 Meter) – Lech – Formarintal – Freiburger Hütte

 

2. Etappe: Freiburger Hütte - Klosters

  • Länge: 56 Kilometer
  • Höhenmeter: 2.350
  • Strecke: Freiburger Hütte – Raues Joch – Dalaas – Kristbergsattel – Gargellen – Valzifenztal – Schlappiner Joch (2.202 Meter) – Klosters

 

3. Etappe: Klosters - Livigno

  • Länge: 45 Kilometer
  • Höhenmeter: 2.385
  • Strecke: Klosters - Davos – Dürrboden – Scalettapass ( 2.606 Meter) – Val Susauna – Val Chachauna – Chachaunapass (2.694 Meter) – Val Federia – Livigno

 

4. Etappe: Livigno - Ponte di Legno

  • Länge: 83 Kilometer
  • Höhenmeter: 1.863
  • Strecke: Livignio – Alpisellapass (2.260 Meter) – Lago di Cancano – Torri di Fraele – Bormio – Gaviapass (2.661 Meter) – Ponte di Legno
  •  

5. Etappe: Ponte di Legno - Condino

  • Länge: 86 Kilometer
  • Höhenmeter: 1.873
  • Strecke: Ponte di Legno – Edolo – Cedegolo – Valle – Passo di Campo (2.288 Meter) – Lago di Malga Bissina – Daone – Condino

 

6. Etappe: Condino - Riva

  • Länge: 38 Kilometer
  • Höhenmeter: 1.601
  • Strecke: Condino – Storo – Tremalzopass (1.974 Meter) – Pregasina – Riva (66 Meter)

 

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